Nobel Peace Center

Album

  1. Willy Brandt during the press conference at the Grand Hotel for being awarded the Nobel Peace Prize. December 1971.

    Photo: Arbeiderbladet / Arbeiderbevegelsens arkiv og bibliotek
  2. El Correo. "Friedensgestalter"

    Photo: Helmut Schmidt Medien GmbH
  3. Photo: Stein Marienborg / Arbeiderbladet / Arbeiderbevegelsens arkiv og bibliotek
  4. Photo: Robert Lebeck / Agentur Focus
  5. Photo: Thomas Hoepker / Agentur Focus

1971 Willy Brandt

03 Dec 2013–25 May 2014

On 18 December, it was 100 years since the birth of Willy Brandt, and in 2013 it was 80 years this year since Brandt came to Norway for the very first time. A small exhibition of unique photographs and caricatures of the 1971 Nobel Peace Prize laureate is now on display at the Nobel Peace Center.

Brandt’s life-long fight against Nazism meant he was trusted in both Eastern and Western Europe, among the Poles and Russians, and among the French, British and Americans. Brandt was the Mayor of West Berlin during the iciest days of the Cold War. He then served as West Germany’s Foreign Minister and Chancellor. In 1971 Willy Brandt was awarded the Nobel Peace Prize for his policy of détente towards Eastern Europe.

Willy Brandt came to Norway and Oslo as a political refugee in 1933. He lived here until 1940 and again after the war. He emphasised his close bond to Norway during his acceptance speech, which he held partly in Norwegian:

I learned what being neighbours means, both at home and abroad. Here I learned to take terms such as freedom, justice and solidarity down from their pedestals, detach them from a narrow framework and transfer them to broad social and international contexts.
Willy Brandt in his Nobel Lecture 10 December 1971.

The exhibition 1971 Willy Brandt is based on the exhibition and book Willy Brandt Eine Hommage in Bildern, which has been developed in Germany by Tina Keck and Margot Klingsporn, Agentur FOCUS, in connection with the centenary of Brandt’s birth. It includes a collection of almost 100 photographs taken by four photographers from the German news magazine “Stern”: Thomas Hoepker, Robert Lebeck, Volker Hinz and Max Scheler. The photographs were taken between 1961 and 1983, with an emphasis on the years 1969 to 1973. They offer a unique insight into Willy Brandt’s political and private life. Visitors will also have the opportunity to see photographs taken for Arbeiderbladet newspaper from the Nobel Prize week in Oslo in 1971.

The exhibition also features a selection of newspaper caricatures of Willy Brandt and the Peace Prize. The caricatures come from a larger exhibition, Willy Brandt Man hat sich bemüht, that is on at the Norwegian Goethe-Institute in Oslo from 12 December 2013 to 30 January 2014.

1971: Willy Brandt has been produced by the Nobel Peace Center with support from the Norwegian-German Willy Brandt Foundation. The exhibition has been organised in collaboration with the Goethe-Institute in Oslo, the Labour Movement archives and library, Helmut Schmidt Medien GmbH and the German Embassy in Norway. All text for the exhibition is presented in English, Norwegian and German.

NEW EXHIBITION SERIES
The exhibition about Willy Brandt is the first in a series of smaller exhibitions that the Nobel Peace Center will be staging to put the spotlight on some of the Peace Prize Laureates. These exhibitions will often complement larger exhibitions, place a focus on a current event or be held in recognition of an anniversary.

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Am 18. Dezember jährt sich zum 100. Mal der Geburtstag von Willy Brandt, der zudem in diesem Jahr vor 80 Jahren zum ersten Mal nach Norwegen kam. Aus diesem Anlass zeigt das Nobel-Friedenszentrum ab 3. Dezember eine kleinere Ausstellung über den Friedensnobelpreisträger von 1971 mit einzigartigen Fotografien und Karikaturen.

Willy Brandts langjähriger Kampf gegen das Naziregime schuf Vertrauen in Ost und West, bei Polen und Russen ebenso wie bei Franzosen, Briten und Amerikanern. Brandt war Bürgermeister von Westberlin in den eisigsten Tagen des kalten Krieges und danach westdeutscher Außenminister und Bundeskanzler. Wegen seines Kampfes gegen das Naziregime und seiner Osteuropapolitik erhielt er 1971 den Friedensnobelpreis. Er wurde zum Symbol für ein Deutschland, das für Frieden, Toleranz und Anständigkeit stand.

Die Jahre in Norwegen und im übrigen Norden haben für mich viel bedeutet. Hier habe ich gelernt, was gute Nachbarschaft bedeutet, im Innern und nach außen. Hier habe ich gelernt, die Begriffe Freiheit, Gerechtigkeit, Solidarität vom Podest der Lehrbücher herunterzuholen, sie auch aus der Enge einer Gesinnungsgemeinschaft zu lösen und sie auf allgemein gesellschaftliche und internationale Zusammenhänge zu übertragen.
Willy Brandt in seiner Nobelrede am 10. Dezember 1971.

Willy Brandt hatte eine enge Beziehung zu Oslo und zu Norwegen und sprach Norwegisch, als er den Friedensnobelpreis entgegennahm. In Norwegen lebte er von 1933-1940 und noch einmal nach der Befreiung.

Die Ausstellung 1971 Willy Brandt besteht aus einer Fotoschau mit fast 100 Bildern von vier Fotografen des Magazins Stern: Thomas Höpker, Robert Lebeck, Volker Hinz und Max Scheler. Die Bilder entstanden zwischen 1961 und 1983 mit Schwerpunkt auf den Jahren 1969-1973 und vermitteln einzigartige Einblicke in das politische und private Leben Willy Brandts. Darüber hinaus gibt es Bilder von der Verleihung des Friedensnobelpreises 1971 in Oslo, die für die norwegische Zeitung Arbeiderbladet aufgenommen wurden. Viele dieser Bilder sind erstmalig digitalisiert.

Der zweite Teil der Ausstellung besteht aus ausgewählten Zeitungskarikaturen von Willy Brandt und dem Friedensnobelpreis. Diese sind Teil einer größeren Ausstellung, die von 12 Dezember 2013 bis 30 Januar 2014 im Goethe-Institut Oslo gezeigt wird.

Die Ausstellung 1971: Willy Brandt wird vom Nobel-Friedenszentrum mit Unterstützung der Norwegisch-Deutschen Willy-Brandt-Stiftung veranstaltet und wurde in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Oslo, dem Archiv und der Bibliothek der Norwegischen Arbeiterbewegung, der Helmut Schmidt Medien GmbH und der deutschen Botschaft in Norwegen zusammengestellt. Die Ausstellung wird auf Norwegisch, Englisch und Deutsch präsentiert.

NEUE AUSSTELLUNGSSERIE
Die Ausstellung über Willy Brandt ist die erste einer Reihe kleinerer Ausstellungen des Nobel-Friedenszentrums, in deren Mittelpunkt ausgewählte Friedensnobelpreisträger stehen. Diese Ausstellungen verstehen sich teilweise als Kommentare zu größeren Ausstellungen oder werden aus Anlass aktueller Ereignisse oder Jubiläen veranstaltet.